Freitag, 19. September 2014

Aufladungen

Freitage in der Kita sind komplex. Das liegt zum einen daran, dass Erzieher/innen sich auf ihr Wochenende freuen und vielleicht etwas weniger angespannt sind. Andererseits stecken den Kindern vier Tage Kita in den Knochen. Und um trotz dieses Umstandes den morgendlichen Gang in die Kita erträglich oder überhaupt erst möglich machen zu können, deuten nicht wenige Eltern schon einmal vorsichtig an, was am Wochenende alles passieren wird.

Gefangen zwischen Kitaerschöpfung und Vorfreude auf das verheißungsvolle Wochenende hoffen die Kinder auf ein möglichst schnelles Vergehen der Zeit, treffen aber wiederum auf Erzieher/innen, die bereits einen Gang zurückgeschaltet haben - auch im Wissen um das Kommende. Ein Teufelskreis, der beim Mittagsschlaf seinen Höhepunkt findet, bevor abholbereite Eltern nach dem Vesper  schließlich Kind für Kind ins Wochenende holen.
Verdichtet wird solch emotionale Ausgangslage, wenn gleich morgens das Wetter so richtig mitspielt. Zum Beispiel, wenn es begleitend zum Frühstück ordentlich Gewitter gibt und der Garten dabei so richtig aufweicht. Die dabei entstehenden Aufladungen gehen sofort in den Energiehaushalt der Kinder über. Zwar gibt es für alle Regenkleidung und natürlich geht es nach dem Gewitter raus. Das Procedere des An- und späteren Ausziehens passt aber so gar nicht in die Ausgangslage.

Gelassenheit ist manchmal keine leichte Übung. Wohl aber eine wichtige. Und gerade an solchen Tagen braucht es Orientierung fürs Kind. Also wird der Tagesablauf mit seinen Ritualen und Regelmäßigkeiten heute besonders akkorat eingehalten. So entsteht Orientierung und das Gefühl von Durchschaubarkeit des Tages. Beides hilft, die Zeit bis zum Beginn des Wochenendes besser zu überblicken...

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