Nur um eines klarzustellen: Ein Held bin ich ganz sicher nicht!
Aber auch ganz ohne Heldentum konnte ich den ersten Kontakt zu meinem zukünftigen Team gelingend gestalten. Fand ich zumindest - bei aller kritischen Selbstreflexion.
Teamsitzung in der Kita. Und fast zum Schluss komme ich als der Neue. Wunderbare Gelegenheit, die bereits umfangreich vorweggedachte Selbstvorstellung loszuwerden. Zum Glück keine Nachfragen. Puh, geschafft!
Fast. Denn einen abschließenden Programmpunkt soll die Teamsitzung noch haben. "Wir haben ein kleines Attentat auf Sie vor" sind die begleitenden Worte an mich. Und Kichern ist im Raum. Was dann folgt ist nur für einen Moment irritierend. Erwachsene Menschen stellen sich im Kreis auf, um einen Gruppentanz zu proben. Oder besser gesagt, zwei neue Schritte davon. Dass mich das für einen kleinen Moment ins Reich des Ungewohnten entführt, scheint mir nachvollziehbar. Aber die gestandenen Erzieherinnen? Da muss es Erfahrungen mit früheren Praktikanten, FSJlern oder so gegeben haben. Oder kommen Erzieherinnen sich selbst komisch vor, wenn sie singen und tanzen?
Mich in der glücklichen Lage befindend, gerade die Tanzstunden-Grundausbildung absolviert zu haben und absolut souverän in Discofox, Samba, Walzer, Wienerwalzer und Rumba aufgestellt zu sein, finde ich im Bewegungsraum in der Teamsitzungsabschlusstanzrunde erfreulich schnell wieder zu mir und kann meinem Ursprungsanspruch mir auf keinen Fall die Blöße zu geben, etwas aus Komischfinderei nicht mitzumachen, genügen. Das macht zufrieden - bei aller Selbstkritik natürlich. Zum Abschluss noch den souveränen Locker-Blick aufsetzen und sich aus dem Kreis mit Worten verabschieden, die das erfreute Wiedersehen am tag des Arbeitsbeginns schon heute ankündigen.
Gesungen übrigens habe ich dann noch nicht. Ich kannte ja den Text nicht. Zum Glück. Noch zwei Wochen Zeit zu üben.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen